Nachhaltigkeit

Unsere Mission

Wir sehen Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln als Teil unserer DNA. Wir streben bei Mynt danach, durch sämtliche Prozesse positiv auf die Umwelt und unsere Wohnräume einzuwirken. Als Team von Millennials sehen wir uns in der Pflicht, gemeinsam die SDG Umweltziele zu erreichen und eine bessere und ökologischere Welt für uns und unsere nachfolgenden Generationen zu schaffen.

Bei der 6. Ausgabe der Founders League Show im Juni 2023 konnte sich Mynt den 1. Platz vor 5 weiteren Startups in der MEWA Arena in Mainz sichern. In diesem Video kannst du den Live-Auftritt unseres Pitches nochmal ansehen.

Probleme durch die Farbindustrie

Laut einer aktuellen Studie von Environmental Action aus der Schweiz werden 58 Prozent des Mikroplastiks* in den Weltmeeren und Gewässern durch Farbprodukte verursacht. Zusätzlich sind auch die Schadstoffemissionen (vor allem VOCs) von Farbprodukten ein Thema. Während in den letzten Jahren immer mehr Unternehmen emissionsarme Produkte anbieten, verschiebt sich die Nachhaltigkeitsdiskussion auf die Materialbasis und somit die Quelle des Mikroplastiks* in unserer Umwelt. Dispersionsfarben mit erdölbasiertem Bindemittel sind der weit verbreitete Standard in der Branche.

Erdöl

Das Bindemittel konventioneller Wandfarben basiert auf Erdöl. Allein der Abbau ist schon extrem klimaschädlich. Das Erdöl wird zu Acrylaten oder Acetaten weiterverarbeitet, die das Bindemittel bei herkömmlichen Dispersionsfarben bilden.

Emissionen & Schadstoffe

Es gibt immer noch viele Farbprodukte mit schädlichen Emissionen in die Raumluft (z.B. VOCs, Lösungsmittel, Weichmacher), die unserer Gesundheit schaden können. Auch die CO₂-Emissionen der Branche sind nicht vernachlässigbar.

Mikroplastik

Die Acrylate in herkömmlichen Farben setzen Mikroplastik-Partikel frei, die durch Witterung und Alterung schließlich in unsere Umwelt gelangen. Dies verschärft das globale Mikroplastikproblem sowohl an Land als auch in den Gewässern.

Unsere Lösung

Mynt nutzt als Vorreiter für seine Wandfarben ein zertifiziert rein biogenes Bindemittel basierend auf Mais- und Weizenresten. Wir verzichten dabei auf Erdöl bzw. Mikroplastik*, das standardmäßig die Materialbasis für das Bindemittel bildet. Darüber hinaus nutzt Mynt ein Farbabtönsystem basierend auf rein mineralischen Pigmenten und natürliche Inhaltsstoffen. Außerdem sind die Farben atmungsaktiv und geruchsneutral. Du musst also nach dem Streichen nicht mehr tagelang lüften. Wir verpflichten uns zu ökologischer Verantwortung in jedem Teil unseres Geschäfts, von der Produktion über die Logistik bis zur Verpackung und versuchen stets unsere Prozesse weiter zu optimieren.

Wir wollen als Unternehmen Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen und so etwas von unserem Erfolg zurückgeben. Dafür haben wir uns starke Partner gesucht. Für jede verkaufte Farbdose (0,75l oder 2,5l) lassen wir von Tree Nation einen Baum pflanzen. Für jeden verkauften 10-Liter-Eimer aus recyceltem Plastik finanzieren wir mit Cleanhub die Rettung von 1 kg Plastik, das in den Ozeanen gelandet ist oder dort gelandet wäre.

Nachhaltig in der Lieferkette

Wir versuchen über den gesamten Produktions- und Lieferprozess hinweg so nachhaltig wie möglich zu sein. All unsere Farbprodukte werden mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Zusätzlich nutzen wir plastikfreie Versandverpackungen. Diese schützen mit ihrem innovativen Design gezielt vor Schäden, was die Verschwendung wertvoller Ressourcen reduziert. 

Unsere 2,5l Farbdosen sind komplett plastikfrei und bestehen aus Weißblech, was dem Standard entspricht. Dort, wo der Verzicht auf Plastik nicht möglich ist (bei 1l und 10l Farbeimern), setzen wir auf Farbeimer, die aus recyceltem Plastik bestehen. So setzen wir neue Standards in der Farbindustrie.

Unser Beitrag zu den SDGs

2015 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beschlossen, die Sustainable Development Goals (SDGs). Sie richten sich an Staaten. Unternehmen können aber zu einzelnen Zielen beitragen. Wir haben uns angeschaut, wo Mynt tatsächlich etwas bewirkt. Das sind fünf Ziele. Bei jedem zeigen wir dir, was wir tun und wo du es nachprüfen kannst.

Unterziel 14.1: Meeresverschmutzung verringern, vor allem durch Plastik

Die meisten Dispersionsfarben haben ein Bindemittel aus Erdöl. Beim Streichen, Auswaschen und Renovieren gelangt es als Mikroplastik in die Umwelt und über das Abwasser bis ins Meer. Unsere Wandfarbe hat ein rein biogenes Bindemittel, ohne Erdöl. Zusätzlich finanzieren wir über CleanHub die Sammlung von Plastik, das unsere Meere verschmutzt oder verschmutzen würde. Wie wir die vermiedene Menge berechnen, erklären wir auf unserer Transparenzseite.

Unterziele 12.2, 12.5 und 12.8: Ressourcen effizient nutzen, Abfall verringern, transparent informieren

Unser Bindemittel stammt aus Reststoffen (Abfallprodukte) der Weizen- und Maisproduktion. Unsere Eimer bestehen aus recyceltem Kunststoff, unsere Dosen aus Weißblech, das sich gut recyceln lässt. Für den Versand nutzen wir plastikfreie Verpackungen. Und weil du wissen sollst, was an deine Wände kommt, veröffentlichen wir die Volldeklaration aller Inhaltsstoffe.

Unterziel 3.9: Erkrankungen durch Chemikalien und Luftverschmutzung verringern

Wir verbringen den Großteil unserer Zeit in Innenräumen. Was aus Wandfarben ausdünstet, atmen wir mit ein. Unsere Farben sind emissionsarm, das belegen die Nachweise A+, AgBB und WELL Gold. Die Details findest du auf unserer Transparenzseite.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Wir setzen auf ein biogenes Bindemittel statt Erdöl, produzieren lokal in Deutschland mit Ökostrom und beziehen unsere Rohstoffe möglichst aus der Nähe. Den CO2-Fußabdruck unserer Farbe haben wir in einer Ökobilanz berechnet. Ergebnis und Methodik findest du auf unserer Transparenzseite.

Unterziel 15.2: Wälder wiederaufforsten

Für jede Dose pflanzen wir über Tree-Nation einen Baum. Das verstehen wir als Beitrag zu Wäldern und Artenvielfalt, nicht als Ausgleich für unsere Emissionen.

Umweltbewusst gesünder wohnen

Mit unseren Produkten tragen wir zwar zum Konsum bei, jedoch sehen wir Wandfarben und Lacke oft als notwendige Bau- und Renovierungsprodukte. Wir sehen unsere Farben als die ökologische Alternative und den neuen Standard für die Wandgestaltung von morgen. Erdölbasierte Inhaltsstoffe, Mikroplastik und giftige Lösemittel haben unserer Meinung nach in modernen Farben nichts mehr zu suchen. Wer derselben Meinung ist, der ist bei uns genau an der richtigen Adresse. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit im Zentrum des Wohnens steht.

Es gibt viele Aspekte, die bei der Nachhaltigkeitsbeurteilung von Farben eine Rolle spielen. Wichtig ist zum Beispiel eine lokale Produktion mit kurzen Lieferketten und die bewusste Auswahl von nachwachsenden und natürlichen Rohstoffen. Der wichtigste Indikator ist das Bindemittel. Kunstharz, (Poly-)acrylat, oder Acetat sind unter anderem Stichwörter für erdölbasierte Bindemittel und Quelle für Mikroplastik. Nutze im Idealfall eine Farbe mit biogenem Bindemittel. Zusätzlich ist auch das Thema Langlebigkeit wichtig. Nutze eine Farbe mit Naturpigmenten und achte auf eine höhere Deckkraft- und Nassabriebklasse.

Die meisten konventionellen sowie auch einige "nachhaltigere" Farben basieren auf synthetischen Inhaltstoffen aus Erdöl und verursachen. Sowohl der Abbau als auch die Verschmutzung durch Mikroplastik verursachen dabei beträchtiliche Umweltschäden. Zusätzlich sind auch schädliche Raumluftemissionen relevant (VOCs, Weichmacher, Lösemittel). Sie schaden daher sowohl der Umwelt als auch dem Raumklima in den eigenen 4 Wänden. Im Gegensatz zu biologischen Alternativen haben konventionelle Wandfarben oft einen starken Eigengeruch beim Streichen, der erst nach mehreren Tagen verschwindet.

Eine biobasierte Dispersionsfarbe mit biogenem Bindemittel, wie die von Mynt, lässt sich im Gegensatz zu Alternativen wie Kalk- und Lehmfarben sehr einfach streichen. Sie haftet ohne Probleme auf den meisten Untergründen und ist abriebfest. Sofern es sich also um eine hochwertige, natürliche biobasierte Dispersionsfarbe handelt, lässt sich diese mindestens genauso gut und einfach streichen wie konventionelle Wandfarben.

Wir sagen bewusst nicht "100 % biologisch abbaubar". Für Bindemittelsysteme wie unseres gibt es bisher kein anerkanntes Prüfverfahren, mit dem sich das sauber nachweisen ließe. Dazu kommt: Wie gut etwas abgebaut wird, hängt stark davon ab, wo und unter welchen Bedingungen es landet. Deshalb kommunizieren wir nur das, was wir wissenschaftlich belegen können.

Mikroplastik ist nicht einheitlich definiert. Manche Definitionen setzen erst bei festen Kunststoffpartikeln an. Wir bei Mynt fangen früher an.
Das Bindemittel konventioneller Dispersionsfarben besteht aus winzigen erdölbasierten Kunststoffpartikeln. Beim Trocknen werden daraus ein Film an der Wand, beim Abschleifen und Rückbau wieder Partikel. Für uns ist das Mikroplastik, auch wenn es die Dose noch als Flüssigkeit verlässt.

Nein. "Biofarbe" ist kein geschützter Begriff, es gibt also keine verbindliche Regel, was drinstecken muss. In der Praxis reicht die Bandbreite weit. Manche Hersteller stellen die ganze Rezeptur auf natürliche Rohstoffe um, bei anderen wird nur ein einzelner Stoff ersetzt und der Rest bleibt wie er war.

Trotzdem sind solche Produkte oft die bessere Wahl, wenn du auf umweltfreundliche Materialien achtest. Nur eben nicht automatisch.

Wichtig ist deshalb der Blick auf die Inhaltsstoffe, vor allem auf das Bindemittel. Das macht den größten Anteil aus und entscheidet, ob am Ende Mikroplastik in der Wand steckt. Bei vielen Farben mit Bio-Label ist das Bindemittel weiterhin erdölbasiert. Frag im Zweifel nach der Volldeklaration. Wer sie nicht rausgibt, hat meist einen Grund dafür.

Mynt Farben nutzen biogene Bindemittel aus landwirtschaftlichen Reststoffen. Beispielsweise basiert das Bindemittel für die Wandfarbe oder den Wall Primer auf Mais- und Weizenresten oder für den Lack auf Kiefer und Rizinus.

Im Gegensatz dazu verwenden konventionelle Farben meist Bindemittel petrochemische (erdölbasierte) Bindemittel.

Es gibt mittlerweile einige Farbrezepturen, die als VOC-frei gelten. Komplett ohne VOCs ist aber faktisch quasi unmöglich, selbst wenn aktiv keine zugesetzt werden. Daher wird der Begriff VOC-frei oft dann verwendet, wenn der nachweisbare VOC-Gehalt unter 1 g/l liegt. Obwohl wir bei Mynt unseren Rezepturen nicht aktiv VOCs zusetzen, benutzen wir dennoch den Begriff „emissionsarm“, da das unserer Meinung nach eine bessere und transparentere Wahl ist.

Wasser mit Luftblasen und Schnittlauch.

Natürliche Inhaltsstoffe!

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Mynt Gründer Felix Dannich und Mark Shif.

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