Ratgeber

Farbe selber mischen – So findest du deinen individuellen Farbton

Du träumst von einer ganz bestimmten Wandfarbe und möchtest sie selber abmischen? Dann bist du hier genau richtig. Wir schauen uns an, wie du deine eigene Farbe anrührst, worauf du achten solltest und welche Möglichkeiten du hast, wenn dir der ganze Aufwand doch zu groß wird. Los geht’s!

Warum Wandfarben selber mischen?

Obwohl es heute unzählige fertige Farben gibt, spricht einiges dafür, den Farbton selbst zu mischen. Zum einen sparst du oft Geld, wenn du weiße Dispersionsfarben als Basis nutzt und deine Wunschfarbe mit Abtönfarben oder Volltonfarben anrührst. Zum anderen kannst du so Nuancen erschaffen, die im Regal keine Chance hätten. Du allein entscheidest, wie intensiv oder pastellig deine Farbtöne werden sollen. Und wenn du schon vorhandene Farbreste clever kombinierst, bist du auch noch umweltschonend unterwegs.

Die richtige Vorbereitung – Materialien & Zubehör

Bevor du loslegst, solltest du alles griffbereit haben. Denn nichts ist nerviger, als mitten im Farbe Mischen festzustellen, dass dir ein wichtiger Helfer fehlt.

Checkliste für dein DIY-Farbprojekt

  • Weiße Dispersionsfarbe als Basis
  • Abtön- bzw. Volltonfarben (am besten vom selben Hersteller)
  • Saubere Mischgefäße oder Eimer
  • Rührstab oder Bohrmaschinen-Quirler
  • Messbecher oder Skala für genaues Dosieren
  • Schutzkleidung und Abdeckmaterial (z. B. Folie und Kreppband)
  • Farbkarte oder Farbfächer (optional, aber hilfreich)

Mit diesen Dingen schaffst du dir eine solide Grundlage. So kannst du dich später voll auf das Wesentliche konzentrieren: dein perfektes Farbergebnis.

Farbenlehre & Farbkombinationen verstehen

Du hast bestimmt schon von Primär- und Sekundärfarben gehört. Um deinen Wunschton zu treffen, lohnt es sich, diese Basics nochmal kurz ins Gedächtnis zu rufen. Gelb, Blau und Rot sind die Grundfarben. Aus ihnen ergeben sich sämtliche Mischvarianten.

Sekundärfarben wie Orange, Grün oder Violett entstehen durch das Mischen der Primärfarben. Gehst du noch einen Schritt weiter und kombinierst etwa eine Sekundärfarbe mit einer Primärfarbe, bekommst du interessante Tertiärfarben. Klingt kompliziert? Ist es gar nicht. Eine kleine Testmischung auf Papier genügt, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Häufige Farbwünsche und wie man sie mischt

Hier ein paar Tipps zum Anmischen einiger beliebter Farbtöne:

  • Beige: Weiß + geringe Menge Braun. Für einen wärmeren Ton etwas Gelb hinzugeben.
  • Petrol: Blau + wenig Grün. Je nach Geschmack kannst du mehr Blau oder Grün hinzufügen, um die Farbtemperatur zu steuern.
  • Braun: Rot + Gelb + Blau ergibt Braun. Du kannst auch direkt Grün und Rot mischen. Heller wird’s mit Weiß, dunkler mit Schwarz.
  • Pastellfarben: Weiße Basis + sehr wenig Volltonfarbe. Hier vorsichtig dosieren!
  • Sand: Weiß + etwas Braun und ein Hauch Gelb. So entsteht ein weicher, warmer Ton.
  • Salbeigrün: Grün + Grau + Weiß. Vorsichtig dosieren, bis das Grün dezent gedämpft wirkt.
  • Mint: Weiße Basis + Grün + ein winziger Spritzer Blau. Erfrischend und leicht.
  • Altrosa: Weiß + Rot + etwas Braun oder Grau. Dadurch entsteht der typische, „staubige“ Rosaton.
  • Mauve: Rot + Blau + Weiß + minimal Braun. So erhältst du ein edles, leicht gedecktes Violett.
  • Hellblau: Weiß + wenig Blau. Ruhig und beruhigend, ideal für Schlafzimmer oder Arbeitsbereiche.
  • Olivgrün: Grün + Braun + etwas Gelb. Macht die Farbe erdig-warm und sehr harmonisch.
  • Terrakotta: Rot + Orange + wenig Braun. Für einen mediterranen, leicht rötlichen Ton.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wandfarbe mischen

  1. Basis vorbereiten: Rühre deine weiße Dispersionsfarbe gründlich um. Achte darauf, dass sie keine Klumpen hat.
  2. Abtönfarbe dosieren: Gib eine kleine Menge Abtön- oder Volltonfarbe dazu. Fang lieber zu sparsam an. Du kannst später immer noch nachlegen.
  3. Mischen: Nutze am besten einen Bohrmaschinen-Quirler auf niedriger Stufe. So vermeidest du Farbspritzer und bekommst eine gleichmäßige Konsistenz.
  4. Farbprobe machen: Teste deinen neuen Ton auf einem weißen Papierstreifen oder direkt an einer unauffälligen Stelle. Lass die Farbe kurz trocknen, denn nasse Farbe wirkt oft etwas dunkler.
  5. Mengen notieren: Schreib dir das Mischverhältnis auf (z. B. 3 Teile Weiß + 1 Teil Rot). Dann kannst du notfalls nachmischen oder deinen Lieblingsfarbton später noch einmal reproduzieren.

Wenn alles passt, kannst du direkt losstreichen. Oder mischst gleich eine größere Menge an, damit dir unterwegs nicht die Farbe ausgeht.

Fehler vermeiden – Tipps & Tricks für den perfekten Farbton

  • Unterschiedliche Marken sparsam kombinieren: Farben verschiedener Hersteller können unterschiedlich reagieren. Setze lieber auf eine Linie, um Farbkomplikationen zu vermeiden.
  • Ausreichend Farbe anrühren: Den gleichen Ton exakt nachzumischen, ist herausfordernd. Plane also lieber etwas mehr ein.
  • Gründlich mischen: Farbschlieren oder ungleichmäßige Pigmentverteilung sind ärgerlich. Investiere ruhig ein paar Minuten in das gründliche Rühren.
  • Mischverhältnis aufschreiben: Spontanes Nachmischen “nach Gefühl” geht selten gut. Ein kleiner Notizzettel kann später viel Frust ersparen.
  • Aufbewahrung: Restfarbe in luftdichten Behältern kühl und dunkel lagern. Das macht es dir leichter, die Farbe für Ausbesserungen oder Deko-Projekte noch einmal zu nutzen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Mischen von Farben

Kann ich Wandfarben dunkler machen, ohne Schwarz zu verwenden?
Ja, indem du den Anteil einer kräftigeren Volltonfarbe erhöhst. Schwarz ist nur eine von vielen Möglichkeiten, den Ton zu vertiefen.

Ist Wandfarbe von Hersteller A mit Abtönfarbe von Hersteller B mischbar?
Möglich ist es, aber sicherer ist es, bei einem Hersteller zu bleiben. So vermeidest du Reaktionen, die zu Klumpen oder Farbänderungen führen können.

Warum wird mein Endergebnis fleckig?
Oft liegt es am ungleichmäßigen Mischen. Nimm dir Zeit, rühr gründlich und nutze Hilfsmittel wie einen Bohrmaschinenaufsatz.

Wie lange hält sich selbstgemischte Farbe?
Verschlossen, dunkel und kühl gelagert hält sie mehrere Monate. Achte aber immer auf Geruch oder Anzeichen von Schimmel, bevor du sie neu verwendest.

Myx+Match: Unser Online-Farbmischservice für alle, die es bequem mögen

Du hast keine Lust auf Probemischen, Rühren und Farbflecken auf dem Boden? Oder brauchst einfach eine ganz exakte Nuance für dein Projekt? Unser Myx+Match, unser online Farbmischservice, nimmt dir diese Arbeit ab.
Bei Mynt kannst du aus über 10.000 Farbkombinationen wählen und deine Farbe einfach online mischen lassen. Das ist nicht nur praktisch, sondern garantiert dir jedes Mal den gleichen Farbton. Kein Nachrühren, kein Messen, kein Stress. Du bestimmst den Ton und wir schicken ihn dir direkt nach Hause.
Wenn du mehr über diesen Service erfahren möchtest, wirf einen Blick auf unsere Produktseite – dort findest du alle wichtigen Informationen.

Fazit – Dein Weg zum Wunschfarbton

Wandfarben selber mischen ist kreativ, flexibel und macht Spaß. Du kannst mit wenigen Handgriffen einzigartige Nuancen herstellen, die perfekt zu deinem Stil passen. Brauchst du es dagegen schnell und unkompliziert, erledigen wir den Job für dich: Mit Myx+Match bestellst du deinen ganz persönlichen Farbton online und erhältst ihn fertig gemischt nach Hause.

Egal, für welchen Weg du dich entscheidest – wir wünschen dir viel Freude beim Gestalten deiner Wände. Hast du noch Fragen zu weiteren Techniken? Schau gern in unserem Blog vorbei, dort findest du weitere Tipps rund um Farbe, Streichtechniken und kreative Wohnideen. Viel Erfolg bei deinem nächsten Projekt!

Wasser mit Luftblasen und Schnittlauch.

Natürliche Inhaltsstoffe!

Mehr Erfahren
Mynt Gründer Felix Dannich und Mark Shif.

Über uns

Mehr Erfahren