
"Nachhaltig", "natürlich", "wohngesund". Solche Wörter stehen auf fast jeder Farbdose. Was genau dahintersteckt, bleibt oft offen.
Wir wollen das anders machen. Auf dieser Seite erklären wir, was wir mit unseren Begriffen meinen, worauf sie sich beziehen und wie wir sie belegen. Und wir sagen dir auch, was wir bewusst nicht behaupten.
Stand: September 2026
Die vollständige Zusammensetzung jedes Produkts findest du unter Inhaltsstoffe und in den technischen Datenblättern. Dort findest du die gesamten Inhaltsstoffe unserer Farben.
Das Bindemittel hält die Farbe an der Wand und macht einen großen Teil der Rezeptur aus. In konventionellen Dispersionsfarben basiert es fast immer auf Erdöl. Typische Begriffe auf dem Etikett sind Acrylat, Vinylacetat oder Kunstharz.
Bei unserer Wandfarbe und dem Wall Primer basiert das Bindemittel auf Reststoffen aus dem Mais- und Weizenanbau. Dieses Bindemittel enthält ausdrücklich kein Erdöl und keine petrochemischen Inhaltsstoffe. Sein biogener Ursprung wird regelmäßig extern überprüft und zertifiziert.
Das Bindemittel unseres Lacks ist basiert vor allem auf Kiefer und Rizinus.
Mikroplastik ist nicht einheitlich definiert. Viele Definitionen setzen erst bei festen Kunststoffpartikeln an. Wir schauen früher hin.
Das Bindemittel konventioneller Dispersionsfarben besteht aus winzigen erdölbasierten Kunststoffpartikeln. Beim Trocknen entsteht daraus ein Film an der Wand. Beim Abschleifen und beim Rückbau werden daraus wieder Partikel. Für uns ist das Mikroplastik, auch wenn es die Dose als Flüssigkeit verlässt.
Wenn wir "ohne Mikroplastik" schreiben, meinen wir: ohne erdölbasierten Kunststoff.
Ganz ohne flüchtige organische Verbindungen (VOC) geht es praktisch nicht, auch wenn man, wie wir, keine aktiv zusetzt. "VOC-frei" steht in der Branche meist für einen Gehalt unter 1 g/l. Wir setzen keine VOCs zu und liegen unter diesem Wert. Trotzdem sagen wir lieber "emissionsarm". Das halten wir für ehrlicher.
Nachweis: Prüfung nach AgBB-Schema, Emissionsklasse A+ oder WELL Gold (siehe Zertifikate unten)
Unseren Rezepturen werden keine Lösemittel und keine Weichmacher zugesetzt. Was stattdessen drin ist, siehst du in der Volldeklaration.
Wir sagen "mit natürlichen Inhaltsstoffen", nicht "rein natürlich". Farbe ist ein technisches Produkt, das an der Wand viele Jahre halten soll. Neben Wasser, mineralischen Füllstoffen, Cellulose und Tensiden aus Raps- und Rizinusöl enthält unsere Wandfarbe zum Beispiel Titandioxid (mineralisch) für die Deckkraft. In den Farbtönen stecken außerdem Konservierungsmittel. Beides erklären wir weiter unten.
Nachhaltigkeit ist kein Zustand, den ein Produkt einfach hat. Wenn wir das Wort benutzen, meinen wir konkret:
Damit meinen wir drei Dinge. Unsere Farben geben kaum Stoffe an die Raumluft ab. Sie kommen ohne zugesetzte Lösemittel und Weichmacher aus. Und sie sind diffusionsoffen: Die Wand kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben (sd-Wert unter 0,1 m). Die Emissionswerte sind extern geprüft.
Unsere Rezeptur verzichtet auf viele Stoffe, die in Farben häufig Probleme machen, etwa Lösemittel und Weichmacher. Aus diesem Grund sind unsere Farben nach unserer Einschätzung auch für viele Allergiker:innen gut verträglich, das ist auch das Feedback unserer Kunden. Ein aktuelles Allergiker-Zertifikat haben wir aus Kostengründen nicht.
Wichtig: Die Farbtöne enthalten das Konservierungsmittel Benzisothiazolinon (BIT). Das kann bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Unsere weiße Farbe (Pure White) kommt ohne Konservierungsmittel aus.
Wenn du eine bekannte Allergie hast, schau vorher in die Volldeklaration und sprich im Zweifel mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Wir beraten dich gern zu Alternativen.
Ein anderes Wort für diffusionsoffen. Wasserdampf kann durch den Anstrich hindurch. Das ist gut für das Raumklima und einer der Gründe, warum sich unsere Farben auch fürs Bad eignen. Eine Anti-Schimmel-Farbe ist es trotzdem nicht.
Titandioxid ist ein mineralisches Weißpigment und sorgt dafür, dass die Farbe gut deckt. Die EU hatte Titandioxid 2019 in bestimmten Pulverformen als "vermutlich krebserregend beim Einatmen" eingestuft. Das war vor allem bei der Verwendung in Lebensmitteln relevant. Diese Einstufung hat der Europäische Gerichtshof im August 2025 endgültig für nichtig erklärt. Unserer Ansicht nach ist Titandioxid in Farben unbedenklich und der beste Komprimiss aus Nachhaltigkeit und guter Deckkraft.
In der flüssigen Farbe und an der getrockneten Wand ist das Pigment fest eingebunden, beim Streichen entsteht also kein Staub. Wenn du eine gestrichene Wand abschleifst, gilt wie bei jeder Farbe: Staubschutz tragen.
Wasserhaltige Produkte bieten Bakterien und Schimmel gute Bedingungen. Damit die Farbe im Eimer nicht verdirbt, braucht es eine Konservierung. Bei uns steckt sie in den Pigmentpasten, mit denen wir abtönen. Eingesetzt werden Natriumpyrithion und Benzisothiazolinon. Im Schnitt machen sie weniger als 0,1 % der Gesamtrezeptur aus.
Auf Anfrage haben wir die Möglichkeit, weiße Farbe mit Volltonfarbe für ausgewählte Farbtöne zu liefern. Die Farbe wird vor dem Farbauftrag abgetönt. Das wäre eine Variante, die ohne Konservierungsmittel funktioniert.
Wir wollen hier besser werden und arbeiten daran, den Anteil weiter zu senken.
Die Schadstoffemissionszertifikate wurden aber uns aber auch für pigmentierte Farben erteilt, wodurch die Auswirkungen der Konservierungsmittel auf die Raumluftqualität relativiert werden.
Wir sagen bewusst nicht "biologisch abbaubar". Für Bindemittelsysteme wie unseres gibt es bisher kein anerkanntes Prüfverfahren, mit dem sich das sauber nachweisen ließe. Außerdem hängt der Abbau stark davon ab, wo und unter welchen Bedingungen etwas landet. Wir kommunizieren nur, was wir belegen können.
Unsere Farben werden in Deutschland hergestellt. Unsere Rohstoffe beziehen wir so regional wie möglich.
Wir haben eine Ökobilanz (LCA) für unsere Wandfarbe nach EN 15804+A2 und ISO 14040/44 erstellt. Für die Herstellung (Module A1 bis A3) liegt das Ergebnis bei 0,189 kg CO₂e pro m² gestrichener Wandfläche, bei einer Reichweite von 9 m² pro Liter.
Verpackung, Transport, Nutzung und Entsorgung sind in dieser Zahl nicht enthalten. Kompensationen rechnen wir nicht ein. Prüffähige Unterlagen schicken wir dir auf Anfrage.
Für Projekte mit Mynt erstellen wir einen Impact Report. Er zeigt, wie viel Farbe und Fläche im Projekt stecken und welches Einsparpotenzial sich daraus ergibt. Mit unserem Impact Generator kannst du so einen Report auch selbst für dein Projekt erstellen.
Damit die Werte nachvollziehbar sind, erklären wir hier, wie jede Kennzahl entsteht. Die Nummern entsprechen den Fußnoten im Report. Als Beispiel rechnen wir mit 100 Litern Mynt Wandfarbe. Bei einer Reichweite von 9 m² pro Liter reicht das für 900 m² Wandfläche in einem Anstrich.
Wir vergleichen die Emissionen aus der Herstellung von Mynt Wandfarbe mit denen einer konventionellen Wandfarbe. Grundlage sind Ökobilanzen nach EN 15804+A2 und ISO 14040/44. Betrachtet werden nur die Produktionsmodule A1 bis A3, also Rohstoffe, Transport zum Werk und Herstellung. Verglichen wird pro Quadratmeter gestrichener Wand.
Für beide Produkte setzen wir dieselbe Reichweite von 9 m²/l an. Das ist bewusst vorsichtig gerechnet, denn konventionelle Farben reichen meist weniger weit. Verpackung, Transport zu dir, Nutzung und Entsorgung sind nicht Teil der Vergleichszahl. Kompensationen sind nicht einbezogen.
Beispiel 100 l: 900 m² verursachen in der Herstellung rund 170 kg CO₂e statt rund 312 kg CO₂e. Datenstand: 01/2026. Prüffähige Unterlagen gibt es auf Anfrage.
Hier geht es um das erdölbasierte Bindemittel, das in konventioneller Farbe stecken würde. In konventionellen Innenwandfarben macht es typischerweise 5 % (Baumarkt) bis 20 % (Profisegment) der Rezeptur aus. Das sind etwa 0,07 kg bis 0,28 kg pro Liter Farbe (vgl. Verschoor et al., 2016 und EA, 2023).
Außerdem reicht konventionelle Farbe meist weniger weit. Wir rechnen mit 7 m² pro Liter. Für dieselbe Fläche braucht es also mehr Farbe und damit mehr Bindemittel.
So entsteht der Wert: Wir ermitteln, wie viel konventionelle Farbe für dieselbe Fläche nötig wäre, und multiplizieren das mit dem Bindemittelanteil. Daraus ergibt sich eine Spannweite von unterem bis oberem Wert. Im Report zeigen wir den oberen Wert. Die Zahl der Anstriche ändert am Ergebnis nichts, weil die Rechnung auf der Farbmenge basiert.
Beispiel 100 l: Für 900 m² bräuchte es rund 129 l konventionelle Farbe. Darin stecken etwa 9 kg bis 36 kg erdölbasiertes Bindemittel.
Was wir unter Mikroplastik verstehen, erklären wir weiter oben. Mynt Wandfarbe enthält ein biogenes Bindemittel auf Mais- und Weizenbasis ohne petrochemische Inhaltsstoffe.
Über unsere Partnerschaft mit CleanHub finanzieren wir für jeden verkauften 10-l-Eimer die Sammlung von 1 kg Plastik, das im Meer gelandet ist oder dort gelandet wäre. Die Sammlung übernimmt CleanHub mit seinen Partnern vor Ort. Das ist ein Beitrag, kein Ausgleich.
Beispiel 100 l: 10 Eimer, also 10 kg.
Kilogramm sind schwer vorstellbar. Deshalb rechnen wir den oberen Wert und das gesammelte Plastik zusammen und stellen das Gewicht als Plastiktüten dar. Dabei entspricht 1 kg etwa 50 Plastiktüten.
Wichtig: Das ist eine Veranschaulichung im Maximalszenario, keine Messung. Sie kombiniert ein Einsparpotenzial mit tatsächlich finanziertem Sammeln.
Beispiel 100 l: 36 kg + 10 kg = 46 kg, das entspricht etwa 2.300 Plastiktüten.
Mynt Wandfarbe reicht für 9 bis 10 m² pro Liter. Konventionelle Premiumfarben liegen meist bei 6 bis 7 m² pro Liter. Für dieselbe Fläche brauchst du also weniger Farbe. Zusätzlich sorgen die hohe Deckkraft (Klasse 2 nach EN 13300) und die verwendeten [Pigmente] für eine lang anhaltende Farbtiefe.
Der Rezeptur von Mynt Farben werden keine erdölbasierten Kunststoff-Inhaltsstoffe und kein Mikroplastik zugesetzt. Das Bindemittel der Wandfarbe stammt aus Reststoffen der Landwirtschaft (Mais und Weizen). Durch die gezielte Auswahl der Inhaltsstoffe ist die Rezeptur schadstoff-, geruchs- und emissionsarm. Das belegen die Prüfungen und Zertifikate. Die vollständige Rezeptur findest du unter Inhaltsstoffe.
Wir sind noch lange nicht fertig. Es gibt genügend Bereiche, in denen wir uns noch verbessern möchten. Hier ein kurzer Überblick der wichtigsten Themen:
Fragen?
Wenn dir eine Aussage von uns unklar ist oder du einen Nachweis sehen möchtest, schreib uns an info@mynthome.de. Lieber einmal zu viel fragen.

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